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henry fielding (22.04.1707 - 08.10.1754)




Henry Fielding stammte aus der Familie des Grafen von Denbigh und wurde am 22. April 1707 zu Sharpham-Park und der Grafschaft Somerset geboren. In der Schule von Eton gebildet, sollte er Rechtswissenschaft studieren und ging zu diesem Zwecke nach Leiden. Doch wendete er sich bald nach London und schrieb für die Bühne. Ein Viertelhundert Lustspiele und Possen verfasste er bis in den Anfang der vierziger Jahre des Jahrhunderts.
In den früheren Arbeiten dieser Art ist der Einfluss Wycherleys und Congreves nicht zu verkennen. Später wurde Fielding selbständiger, neigte sich damit aber auch immer mehr zu romanhafter Dastellung hin und kam von der echt dramatischen ab.

Manche seiner Lustspiele sind nur freie Nachahmungen Molièrescher Stücke. Unter die besten gehört "Liebe in verschiedenen Bekleidungen" (Love in several Masques), ein Werk, in dem jedoch zum Schaden für seine Übersichtlichkeit gar zu viele verschiedenartige Charaktere auftreten und gar zu viele Intrigen durcheinanderlaufen. Es wurde zuerst 1727 aufgeführt.
Das meiste Aufsehen machte wohl die "Tragödie aller Tragödien, oder Leben und Sterben des Matz Däumling, des Großen" (The Tragedy of Tragedies, or, the Life and Death of Tom Thumb the Great, 1730). Besonders der Schluss, wo Däumling von einer Kuh verschluckt wird und alle Anwesenden sich aus Angst und Schrecken auf der Bühne gegenseitig umbringen, wirkt geradezu verblüffend. Eine ärgere Satire auf Drydens "Cleomenes" und andere Stücke dieses Dichters kann man sich nicht denken.

Aber mit seinen Lustspielen war Fielding noch nicht auf die Höhe seines schriftstellerischen Könnens gelangt, er erreichte sie erst mit seinen Romanen. 1740 war Richardsons "Pamela" erschienen, 1742 veröffentlichte Fielding, der in seiner Stellung als Friedensrichter amtlich nicht sehr angesrrengt war, seinen ersten Roman: "Joseph Andrews", ein humoristisches Gegenstück zur "Pamela". Seine nächsten Veröffentlichungen waren die satirische Schrift: "Reise aus dieser Welt in die nächste" (A Journey from this World to the Next), und der Gaunerroman: "Lebensgeschichte des jüngstverstobenen Herrn Honathan Wild des Großen" (History of the Life of the Late Mr. Jonathan Wild the Great, 1743). Auch gab er von 1745 an eine politische Zeitung: "Der wahre Vaterlandsfreund" (The true Patriot", heraus, die gegen die Anhänger des Hauses Stuart gerichtet war. 1752 gründete er das satirische Blatt: "Das Coventgarden-Journal".

Auf die 1748 geschriebene "Clarissa" antwortete er 1749 mit seinem vollendtsten Werke, dem "Tom Jones", und 1751 folgte dann noch "Amelia". Da Fielding durch das ausschweifende Leben, das er in seinen jungen Jahren geführt hatte, kränklich wurde, schickten ihn die Ärzte in ein wärmeres Klima. Er ging nach Portugal und starb am 8. Oktober 1754 in Lissabon. Sein letztes Werk ist eine unvollendet gebliebene Beschreibung seiner Reise nach Portugal (Journal of a Voyage to Lisbon).

Aus: "Geschichte der Englischen Literatur" von Richard Wülker



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infos zu fielding:

einer alten adelsfamilie entstammend war fielding zunächst ein richtiger gasgeber. mit eigenem diener unterwegs ließ er nichts anbrennen. vier jahre musste er um seine frau werben ( fast so lange wie jaakob), die dann schon früh starb. im meisterwerk tom jones schuf er in der gestalt der sophie western seiner frau ein denkmal. tom jones ist der größte humoristische roman englands. hier kann auch heute noch gut gelacht werden. also unbedingt lesen.

©hagi